Neckarsulm kämpft sich zurück Drucken E-Mail
Sonntag, 19. Februar 2012 um 20:55 Uhr

Württembergliga Männer: TV Oppenweiler  - NSU Neckarsulm    32:32 (19:15) [jok]

Zwanzig Sekunden vor dem Spielende hatten die Oppenweiler die allerbeste Chance, sich per verwandelten Strafwurf für die knappe Hinrundenniederlage in der Neckarsulmer Ballei zu revanchieren.

Als der bis dahin fehlerlose Siebenmeterschütze der Murrtaler Maß nahm, schien die beeindruckende Aufholjagd der Neckarsulmer ein unglückliches Ende zu nehmen. Daß die Gäste dann aber doch zumindest einen Punkt mit nach Hause nahmen, hatten sie ihrem Schlußmann Max Kerner zu verdanken, der den Braten gleichsam roch und die Wurffinte neutralisierte. Damit ein leistungsgerechtes Remis nach einem spannenden Spiel mit höchst unterschiedlichen Halbzeiten.

Denn die erste Spielhälfte gehörte eindeutig den Hausherren. Die nahmen nämlich rasch das Zepter in die Hand und legten ein 4:1 vor. Neckarsulm kam dann allmählich in Schwung und durch den an diesem Tag starken Rechtsaußen Moritz Kerner zum Anschlußtreffer (7:6), doch das schien ehe die TVOler zu beflügeln. Den Grünen aus dem Murrtal gelangen einfachste Treffer aus dem Rückraum, den Neckarsulmern hingegen klebte förmlich das Wurfpech an den Fingern. Einen Siebentorevorsprung bereits in der 23. Spielminute und man mußte befürchten, dass die Unioner schwer unter die Räder kommen.  Immerhin zeigten die NSUler – wie immer wieder in ähnlich gelagerten Fällen - Nehmerqualitäten und verkürzten zur Pause. Doch so richtig Hoffnung zur Trendwende kaum nicht auf, zumal die Gäste sich kurz vor Halbzeitpfiff eine Zeitstrafe einfingen und Henning Tittel verletzungsbedingt ausschied.

Seine herausragende Klasse zeigte Clemens Borchardt insbesondere zu Beginn der 2. Spielhälfte. In Unterzahl erzielte er zwei Tore, legte nochmals nach und brachte seine Farben auf Augenhöhe (19:19). Kaum waren fünf Minuten gespielt, hatten die NSUler das Blatt gewendet und lagen vorne. Doch so einfach sollte es nicht weitergehen, Oppenweiler federte diese kritische Phase ab und übernahm wieder das Kommando (26:23). Erneut eine Aufholjagd des Aufsteigers und die verbleibenden 10 Minuten hatten ihre besondere Dramaturgie. Dem Führungstreffer der Union folgte jeweils der Gegenschlag. Am Ende dann der eingangs erwähnten Showdown mit der einvernehmlichen Lösung.

Neckarsulm verteidigt mit dem Remis den dritten Tabellenplatz und scheint an knappen Ergebnissen Gefallen zu finden.

 

TV Oppenweiler: Marcel Wolf - Stefan Merzbacher (Tor), Kai Sonnenburg, Robin Czapek (3),Ralf Hübl, Per Laukemann, Sebastian Forch (2), Julian Dietrich (1), Hannes Stahl (6), Sebastian Frank, Simon Binder (14/8), Florian Frank (4), Jakob Jungwirth (2)

 

NSU Neckarsulm: Max Kerner - Martin Gola (beide Tor), Clemens Borchardt (14/6), Max Kühner (1), Silas Holzapfel (3), Ralf Schümann, Torben Wiedner (3), Moritz Kerner (5), Jonas Kaufmann, Henning Tittel (2), Christian Gerber (4)

 

Schiedsrichter: Konstantin Geis (Magstadt), Jörg Hanselmann (Magstadt).
Siebenmeter: Oppenweiler (8/7), NSU (7/6)

Zeitstrafen: Oppenweiler –2, NSU -7