Neckarsulm springt spät auf den fahrenden Zug Drucken E-Mail
Sonntag, 05. Februar 2012 um 16:07 Uhr

Württembergliga Männer: VfL Waiblingen - NSU Neckarsulm   35:34 (19:14)  [jok]

Die Vorzeichen des Spitzenspiels in der Württembergliga waren für die Neckarsulmer günstig. Alle Mann an Bord, wenn auch Clemens Borchardt leicht angeschlagen in die Partie ging.

Zudem konnte man unbeschwert aufspielen. Das Ziel als Aufsteiger, nämlich der Klassenerhalt, war gesichert und der Druck lag ausschließlich beim Gastgeber, der den unmittelbaren Wiederaufstieg anpeilt. Vielleicht eine Situation, die im Nachgang betrachtet als ungünstig einzustufen war. Denn die Gäste verschliefen die ersten 10 Minuten sprichwörtlich. Hier ein Ballverlust, dort ein Wurf an die Querlatte. Die Waiblinger hingegen, angeführt von Axel Steffens und Flaviu Onofras kamen mit Dampf. Nahezu jeder Wurflandete im Tor und nach knapp 10 Minuten lagen die Remstaler mit 7:1 in Führung. Dann begann die zähe Aufholjagd der Unioner. Kaum waren die NSUler jedoch in der 23. Spielminute durch den Treffer von Torben Wiedner auf 15:11 herangerückt, sahen sie sich in für drei Minuten in Unterzahl. Diese Phase überstanden die Neckarsulmer mit positiver Bilanz (17:14), kassierten aber anschließend durch die clever aufspielenden Hausherren wieder zwei Treffer.

Der Auftakt in die zweite Spielhälfte mißlang den Neckarsulmern. Wiederum zwei Tore der Gastgeber, die nun schon mit 7 Toren vorne lagen, bis die Union punktete. Dann aber immerhin mit drei Treffern in Folge und Hoffnung keimte auf. Doch keine Chance – die Neckarsulmer mußten wieder Zeitstrafen hinnehmen und die Waiblinger belegten mit gelungenem Spielaufbau, dass sie nicht ohne Grund an der Tabellenspitze stehen. Eine Viertelstunde war noch zu spielen und die Unioner lagen mit 30:22 im Hintertreffen. Respekt verdiente sich dann die Toskic-Truppe in der verbleibenden Zeit. Die Waiblinger ließen in ihrer Qualität nach und Neckarsulm, allen voran Clemens Borchardt nutze die sich bietende Gelegenheit. Das 34. Tor (34:27) erzielte der VfL per Strafwurf in der 54. Spielminute. Dann rückten die NSUler auf. Das 34:31 durch Kai Herrmann, dann gut drei Minuten vor Spielende kam die Auszeit durch die Waiblinger. Mit dem siebten Feldspieler verloren die Neckarsulmer unglücklich den Ball und ein Waiblinger Spieler traf das leer stehende Tor. Den Gästen gelangen aber noch gegen die hochnervösen Waiblinger drei Treffer, die Niederlage konnten sie jedoch nicht mehr abwenden. Auch wenn Dank der herausragend kämpferischen Leistung der Motorenstädter zumindest eine Punkteteilung machbar gewesen wäre, geht der Sieg des VfL letztendlich in Ordnung und ist neidlos verdient.

 

VfL Waiblingen: Maik Hammelmann, Marc Krammer, Martin Johansson, Marcus Hellerich (1), Christopher Schmid (1), Marc Kallenberg (5), Holger Mayer (5), Johannes Felden (7), Uli Schmid, Steffen Härtl,  Axel Steffens (11/3), Flaviu Onofras (5), Arne Baumann

 

NSU Neckarsulm: Max Kerner - Martin Gola (beide Tor), Clemens Borchardt (14/4), Max Kühner, Silas Holzapfel (1), Ralf Schümann, Torben Wiedner (5), Moritz Kerner, Jonas Kaufmann (1), Henning Tittel (7), Christian Gerber (3), Kai Herrmann (3)

 

Schiedsrichter: Ewald Hirneise, Andreas Kehr (SG H2Ku)

Siebenmeter: NSU (4/4), Bietigheim (5/3)

Zeitstrafen: NSU - 10;  Bietigheim – 2